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15.07.10

Mit dem Einstiegsgeld in die Selbstständigkeit

 

Mit dem Einstiegsgeld der ARGE SGB II des Kreises Warendorf hat der Neubeckumer Markus Kaldewey (mi.) den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Das Bild zeigt ihn in seinem Büro mit Kai Zühlke (li.) und Wilko Vosshans (re.) von der ARGE-Anlaufstelle in Beckum.

Hartz IV muss keine Einbahnstraße sein. Mit diversen Förderprogrammen bietet die ARGE SGB II des Kreises Warendorf ihren Kunden neue Chancen und viel versprechende Perspektiven an. So geschehen auch bei Markus Kaldewey. Der gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann, der seit zehn Monaten Arbeitslosengeld II empfängt, hat jetzt eine neue Existenz gegründet. Hat seine Geschäftsidee, eine lokale Stellenbörse im Internet anzubieten, realisiert. Und das wäre ohne das Einstiegsgeld, das die ARGE des Kreises Warendorf ihm als Förderung gewährt, nicht möglich gewesen. Kaldewey kann sich freuen, in Wilko Vosshans von der ARGE-Anlaufstelle Beckum, einen engagierten Arbeitsvermittler gefunden zu haben. Einer, der sich bemüht, seinen Kunden neue Wege aufzuzeigen.

 

Als Markus Kaldewey ihm das erste Mal von seiner Geschäftsidee berichtet hatte, war Vosshans gleich begeistert. Er informierte seinen Kunden umgehend über das ”Einstiegsgeld”, mit dem die ARGE Existenzgründungen für zunächst sechs Monate unterstützt. Der Zuspruch eines Arbeitsvermittlers allein reicht aber für eine Förderung nicht aus. Neben einer Erfolg versprechenden Geschäftsidee muss auch ein solider Finanzplan erstellt werden. ”Eine unabhängige und fachkundige Stelle, wie etwa die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung gfw oder die IHK, prüft dann sowohl das Konzept als auch den Finanzplan auf seine Trag- und Zukunftsfähigkeit, erläutert der ARGE-Mitarbeiter. In der Regel ist zudem ein Besuch eines Existenzgründungsseminares Pflicht. Da Markus Kaldewey vor seiner Arbeitslosigkeit zehn Jahre selbstständig tätig war, wurde ihm diese Erfahrung angerechnet.

 

Nur drei Monate nach der ersten Präsentation seiner Geschäftsidee hatte Markus Kaldewey die Bewilligung, dass er starten kann, schwarz auf weiß in den Händen. ”Wie lange es dauert, bis ein Konzept tatsächlich realisiert wird, hängt natürlich von unseren Kunden ab”, erklärt Wilko Vosshans. Der Kunde müsse die Unterlagen und den Finanzplan bereithalten, die wesentlichen Grundlagen zur Förderung selbst schaffen, so der ARGE-Mitarbeiter.

Markus Kaldewey ging seine Existenzgründung genauso professionell an wie seinen lokalen Online-Stellenmarkt. Mit seiner Homepage www.lokalerstellenmarkt.de  hat er eine attraktive Plattform für regional ansässige Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Arbeitssuchende geschaffen.  ”Wir punkten lokal”, sagt Kaldewey, dessen Angebot sich vornehmlich auf den Kreis Warendorf und die umliegenden Landkreise erstreckt. Für Kunden, die eine eigene Homepage erstellen wollen, ist er ebenfalls der richtige Ansprechpartner. Auch das Web-Design gehört zu seinem Portfolio dazu.

 

Wilko Vosshans jedenfalls drückt Markus Kaldewey die Daumen. Für ihn ist die Betreuung mit der Existenzgründung Kaldeweys keinesfalls abgeschlossen. Alle drei Monate wird sich der ARGE-Mitarbeiter mit seinem Kunden erneut in Verbindung setzen, ihn fragen, wie es läuft und ob und wie noch Unterstützung gebraucht wird. Nach sechs Monaten wird dann erstmalig Bilanz gezogen, wird entschieden, ob das Ziel, sich durch das Geschäft selbst ernähren zu können, erreicht wurde. Ist das nicht der Fall, kann die Förderung gegebenenfalls um weitere sechs Monate verlängert werden.